DURCHLEUCHTUNG

Die Durchleuchtung, auch Fluoroskopie genannt, ermöglicht funktionelle Untersuchungen mit der Röntgendiagnostik. Bei dieser Untersuchung wird die Strahlung gezielt auf die betroffene Körperregion gerichtet, um diese in Bildern darzustellen.

Ein digitales Detektorsystem registriert die ankommende Strahlung und wandelt die Signale in ein Bild auf dem Computer um, so dass wir Vorgänge im menschlichen Körper in Echtzeit betrachten können. Um bestimmte Strukturen stärker hervorzuheben, nutzen wir gegebenenfalls Kontrastmittel, um eine noch bessere bildliche Darstellung zu erreichen.

Haupteinsatzbereich der Durchleuchtung bei uns sind kontrastmittelunterstützte Gelenkuntersuchungen und Katheterdarstellungen sowie Untersuchungen des Schluckaktes. Untersuchungen des Magen-Darm-Traktes und die Darstellung von Gefäßen kommen heutzutage nur noch selten vor.

WIE LÄUFT DIE DURCHLEUCHTUNG AB?


Vor der Untersuchung erhalten Sie einen Aufklärungsbogen, der Ihnen den genauen Untersuchungsablauf erläutert. Der behandelnde Arzt wird Sie zusätzlich über Ihre Beschwerden befragen.

Sie liegen für die Untersuchung entweder auf einem Untersuchungstisch oder stehen aufrecht – je nach zu untersuchender Körperregion.

Bei Untersuchungen des Magen-Darm-Trakts erhalten Sie vor der Untersuchung ein Kontrastmittel zum Trinken oder über einen Schlauch. Während oder direkt nach der Einnahme werden Röntgenbilder angefertigt. Das Kontrastmittel hilft uns dabei, Engstellen oder Bewegungsstörungen besser zu erkennen.

Für die Untersuchung der Schluckfunktion bekommen Sie etwas Kontrastmittel in den Mund und schlucken dieses nach Aufforderung des Arztes herunter. Währenddessen werden mehrere Röntgenaufnahmen auf Höhe des Halses und am Brustkorb durchgeführt. So können wir eventuelle Schluckstörungen oder Bewegungsstörungen der Speiseröhre dokumentieren.

Für eine Untersuchung des Magen-Darm-Trakts sollten Patienten nüchtern sein. Bei speziellen Fragestellungen sind unter Umständen abführende Maßnahmen nötig, um den Darm zu leeren. Ihr überweisender Arzt kann Ihnen dazu genauere Informationen geben.

ZU BEACHTEN

Informieren Sie unser Personal vorab über Un­ver­träg­lich­kei­ten oder eine Schwan­ger­schaft.

Kommen Sie zur Unter­suchung von Galle, Darm und Magen nüchtern.

Legen Sie vor der Untersuchung Metall­gegenstände (Schmuck, Pier­cings) ab.

Nehmen Sie nach einer Kontrast­mittel­unter­suchung viel Flüssig­keit zu sich.

 

 

WER DARF NICHT UNTERSUCHT WERDEN?

SCHWANGERE
PATIENTINNEN

Außer bei lebenswichtigen Indikationen, dürfen Schwangere nicht mit Röntgenstrahlen untersucht werden. Im Zweifelsfall sollten Sie vor der Untersuchung einen Schwanger­schafts­test durchführen lassen.

PATIENTEN MIT BEKANNTER JODALLERGIE
BZW. SCHILDDRÜSEN-ÜBERFUNKTION

Diese Patienten dürfen kein Kontrast­mittel erhalten oder es ist eine besondere Vor­be­reitung oder an­schließende Me­dika­tion dafür nötig.

EXPERTENWISSEN: WIE FUNKTIONIERT DIE DURCHLEUCHTUNG?

Mittels einer Röntgenröhre wird – ähnlich wie bei der konventionellen Radiographie Röntgenstrahlung erzeugt. Die Röntgenröhre befindet sich dabei entweder unter oder über dem Untersuchungstisch.

Um die Strahlenbelastung für nicht zu untersuchende Körperregionen zu minimieren, werden die Strahlen über Blendensysteme auf die zu untersuchende Körperregion eingegrenzt. Die Röntgenstrahlen werden im Körper durch die unterschiedlichen Gewebe entsprechend ihrer physikalischen Eigenschaften mehr oder weniger stark abgeschwächt.

Lungengewebe beispielsweise zeigt nur eine geringe Absorption der Strahlen auf Grund seines hohen Luftanteils. Knochen oder Fremdmaterialien wie Prothesen und auch ggf. verabreichte Kontrastmittel, weisen eine sehr hohe Dichte auf und absorbieren einen hohen Strahlenanteil.

Auf der gegenüberliegenden Körperseite erfasst ein spezieller Detektor die Strahlen. Diese werden anschließend in ein Videosignal umgewandelt, so dass der Arzt am Bildschirm bewegte Bilder betrachten kann.