MRT

Unsere Praxis verfügt über 4 Magnetresonsanztomografen der Firma Siemens mit Feldstärken von 1, 1,5 und 3 Tesla.

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Methode:
Wer darf nicht untersucht werden ?:
Anmeldung zur Untersuchung:
Untersuchungsablauf:
Nebenwirkungen:
Kontrastmittel:
Wie funktioniert das ?:

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Methode:

Synonyme: MRT, MRI, Kernspintomografie, Magnetresonanztomografie.
Die MRT ist ein modernes Verfahren in der Radiologie, welches ohne die Verwendung von Röntgenstrahlen zur Anfertigung von Schnittbildern und dreidimensionalen Rekonstruktionen genutzt wird. Durch die hohe Auflösung und den großen Gewebekontrast gelingt eine wesentlich bessere Darstellung der anatomischen Strukturen im Vergleich zu allen anderen bildgebenden Verfahren.

Wer darf nicht untersucht werden ?:

Patienten mit Herzschrittmachern dürfen nicht im MRT untersucht werden, da das Implantat durch das Magnetfeld zerstört werden kann. Einige Hersteller bieten Modelle an, die grundsätzlich MRT-tauglich sind. Allerdings müssen auch bei diesen Geräten Vorsichtsmassnahmen getroffen werden (Überprüfung und Programmierung durch den behandelnden Kardiologen vor und nach der MRT). Bei anderen Implantaten (z.b. Cochlea) müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, damit die Untersuchung gefahrlos durchgeführt werden kann. Magnetische Zahnimplantate können ihre Funktionsfähigkeit durch starke Magnetfelder möglicherweise verlieren. Bei der Anmeldung informieren Sie uns bitte über alle metallischen / elektronischen Implantate, damit wir prüfen können, ob eine MRT bei Ihnen durchgeführt werden kann.
Schwangere Patientinnen bis zum 3. Schwangerschaftsmonat werden aus Sicherheitsgründen nur bei sehr dringenden Fragestellungen untersucht.

Untersuchungsablauf:

Vor der Untersuchung werden Sie  bezüglich Ihrer Beschwerden und Vorerkrankungen sowie möglicher Risikofaktoren befragt. Wichtig: Aufgrund des starken Magnetfeldes dürfen keine metallischen Gegenstände in den Untersuchungsraum mitgenommen werden, insbesondere Scheckkarten, Telefonkarten, elektronische Schlüssel können dann zerstört werden. Eine normale MRT-Untersuchung dauert zwischen 15 und 30 Minuten. Im Anschluß an die Untersuchung erklärt Ihnen der behandelnde Arzt das Untersuchungsergebnis. Sie erhalten die Aufnahmen inclusive einer CD-Dokumentation. Das schriftliche Untersuchungsergebnis wird in der Regel am gleichen oder Folgetag an Ihren überweisenden Arzt per Fax oder Post zugestellt. Bitte planen Sie für die gesamte Untersuchung ca. 1,5 bis 2 Stunden Aufenthalt in unserer Praxis ein.

Nebenwirkungen:

Durch die Hochfrequenzimpulse sowie schnelle Änderungen der Magnetfelder entsteht ein zeitweilig recht lautes Geräusch. Alle Patienten erhalten einen Gehörschutz (Kopfhörer). Insbesondere Patienten, die unter Tinnitus (Ohrgeräuschen) leiden, sollten die zusätzlich angebotenen Ohrstöpsel verwenden, da eine MRT Untersuchung die Tinnitussymptomatik verstärken kann. Die von uns verwendeteten Geräte haben die Form von offenen Röhren und sind für Patienten, die unter Engegefühlen leiden, in der Regel ohne zusätzlich Beruhigungsmittel geeignet. Falls eine Sedierung trotzdem notwendig wird, darf aufgrund der eingeschränkten Verkehrstauglichkeit am Tag der Untersuchung kein Kraftfahrzeug mehr geführt werden.

Kontrastmittel:

Abhängig von der Fragestellung Ihres Arztes kann die Anwendung eines Kontrastmittels sinnvoll sein, um krankhafte Prozesse im Körper besser darstellen zu können. Das Kontrastmittel wird dann über eine Armvene gespritzt. Allergische Reaktionen können wie bei jedem Medikament grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden, sind bei diesem Kontrastmittel jedoch sehr selten. Der behandelnde Arzt wird Sie nach Allergien bei früheren Untersuchungen befragen, Im Unterschied zu Röntgenuntersuchungen wird hier kein jodhaltiges Kontrastmittel. verwendet. Sollten Sie vor der Anmeldung noch Fragen zu dieser Untersuchung haben, rufen Sie uns an unter 0711 22550055 oder nutzen Sie unser Kontaktformular

Wie funktioniert das ?:

Die Kernspintomografie, kurz KST, Synonoyme NMR (nuclear magnetic resonance) MRI (magnetic resonance imaging], MRT (Magnetresonanztomografie) ist  eines der modernsten bildgebenden Diagnoseverfahren in der Medizin. Ursprünglich wurde das Verfahren in der Chemie zu Analysezwecken chemischer Substanzen eingesetzt. Die bildgebende medizinische Diagnostik beschäftigt sich im Wesentlichen mit den Wasserstoffatomkernen, die im menschlichen Körper mit großer Häufigkeit vorkommen. Die Wasserstoffatomkerne (Protonen) drehen sich ständig um eine Achse, was man auch als ..Spin“ bezeichnet. In einem starken Magnetfeld richtet sich die diese Rotationsachse entlang des Magnetfeldes aus, vereinfacht gesagt, wird der Körper ..magnetisiert‘. Die Stärke des  Magnetfeldes ist geräteabhängig unterschiedlich. Die in der Radiologie verwendeten Hochfeldmagneten haben eine Stärke von 1 bis 3 Tesla, was in etwa der Stärke eines Schrottplatzmagneten entspricht. Die Anforderungen an das Magnetfeld sind außerordentlich hoch, da für die Bildgebung ein sehr homogenes Magnetfeld erforderlich ist und das Magnetfeld in kleinen Stufen schnell veränderbar sein muss. Unterschieden werden Permanetmagneten, Elektromagneten und supraleitende Magneten. Letztere haben den Vorteil eines sowohl hohen Magnetfeldes als auch einer hervorragenden Homogenität. Bei supraleitenden Magneten wird der Stromkreislauf des Magneten durch Helium auf ca. 4 Grad Kelvin knapp oberhalb des absoluten Nullpunktes heruntergekühlt.
… und nun?
Die eigentliche Messung erfolgt durch Radiowellen mit einer Frequenz im Kurzwellenbereich nahe den üblichen Rundfunkbändern. Vereinfacht erklärt, bewirken die Radiowellen, dass die im Magnetfeld ausgerichten und kreisenden Protonen .,angetippt“ werden wie ein kreisender Kreisel. Nach kurzer Zeit richten sich die Protonen wieder auf und senden dabei einen Radioimpuls zurück, der durch eine Antenne vom Gerät empfangen wird. Die Protonen in unterschiedlichen Geweben reagieren ebenso unterschiedlich auf die Radiowellen, sodass durch geeignete Wahl von Magnetfeldern und Radioimpulsen und eine anschließende komplizierte mathematische Verarbeitung (Fast Fourier Analysen) eine Ortskodierung und Gewebedifferenzierung gelingt, aus denen letztendlich das Bild berechnet wird.